Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten weltweit und betrifft im Verlauf des Lebens jeden dritten Menschen. Doch trotz dieser alarmierenden Statistik gibt es eine positive Nachricht: Wird Hautkrebs frühzeitig erkannt und behandelt, haben die meisten Patient*innen ausgezeichnete Heilungschancen.

In unserer dermatologischen Praxis legen wir daher grossen Wert auf regelmässige Hautuntersuchungen und Aufklärung über die Bedeutung der Selbstkontrolle.

„Expert*innen sind sich einig: Die rechtzeitige Früherkennung von Hautkrebs ist entscheidend und kann Leben retten.“

Hautkrebs kann verschiedene Formen annehmen, darunter Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom und das besonders gefährliche Melanom. Daher ist es wichtig, auf Veränderungen der Haut zu achten, wie zum Beispiel neue Muttermale, Veränderungen in Farbe, Form oder Grösse bereits vorhandener Muttermale, sowie das Auftreten von ungewöhnlichen Hautläsionen oder Wunden, die nicht heilen.

Wir führen, in der Praxis Dr. med. Aschwanden | Dermatologie & Ästhetik, gründliche Hautuntersuchungen durch und bieten eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten an, um Hautkrebs frühzeitig zu diagnostizieren und effektiv zu behandeln. Dazu gehören unter anderem die Entfernung verdächtiger Hautläsionen mittels chirurgischer Eingriffe, Lasertherapie oder die Anwendung von topischen Medikamenten, je nach Art und Stadium des Hautkrebses.

Wir ermutigen unsere Patient*innen dazu, ihre Haut regelmässig selbst zu überprüfen und bei Verdacht auf Hautkrebs sofort einen Termin in unserer Praxis zu vereinbaren. Denn je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Überblick: Was ist Hautkrebs?

Bei Hautkrebs beginnen Zellen in der Haut unkontrolliert zu wachsen. Je nachdem, um welche Zellen es sich dabei handelt, unterscheidet man verschiedene Formen von Hautkrebs. Die Wichtigsten sind:

  • Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom) entwickelt sich aus pigmentbildenden Hautzellen (Melanozyten) in der Basalzellschicht. Das ist die unterste Schicht der Oberhaut (Epidermis).
  • Basalzellkarzinom (Basaliom, Basalzellkrebs) entwickelt sich aus den Stammzellen entlang von Haarfollikeln zwischen Basalzellschicht und der oberen Lederhaut.
  • Spinalzellkarzinom (Spinaliom, Stachelzellkrebs, eine Art Plattenepithelkarzinom) entsteht aus Hornzellen (Keratinozyten) in der Stachelzellschicht – einer weiteren Schicht der Oberhaut. Mögliche Vorstufen dieser Hautkrebs-Form sind die Aktinische Keratose und der Morbus Bowen.

Basalzellkarzinom und Spinalzellkarzinom werden zusammen als weisser Hautkrebs bezeichnet.

Hautkrebs tritt in der Schweiz häufig auf und betrifft Menschen in verschiedenen Altersgruppen. Schwarzer Hautkrebs ist die fünfthäufigste Krebsart in der Schweiz und macht sieben Prozent aller Krebserkrankungen aus. Weisser Hautkrebs ist noch häufiger, wobei jährlich schätzungsweise 20.000 bis 25.000 Menschen in der Schweiz daran erkranken.

Hautkrebs: Ursachen und Risikofaktoren

Der wichtigste Auslöser für alle Hautkrebs-Formen sind UV-Strahlen (im Sonnenlicht oder Solarium). Sie schädigen die Erbsubstanz (DNA) in den Zellen. Ist der Körper nicht in der Lage, diese Schäden zu reparieren, kann die betroffene Zelle zur Krebszelle mutieren.

Schwarzer Hautkrebs wird durch eine starke UV-Bestrahlung mit vielen Sonnenbränden begünstigt. Er kann aber auch an Orten entstehen, die nie mit Sonnenlicht in Berührung kommen (z.B. im Mund). Dagegen wird weisser Hautkrebs (Basalzellkarzinom, Spinalzellkarzinom) besonders durch häufiges Sonnenbaden über viele Jahre und/oder regelmässige Sonnenbrände begünstigt. Riskant ist hier weniger die Intensität einzelner Sonnenexpositionen, sondern eher die im Laufe des Lebens „angesammelte“ Strahlendosis. Gefährdet sind auch Menschen, die beruflich viel der Sonne ausgesetzt sind.

Weitere Risikofaktoren für einzelne oder alle Formen von Hautkrebs sind:

  • Häufige Besuche im Solarium
  • Viele Pigmentflecken
  • Heller Hauttyp
  • Frühere Hautkrebserkrankung beziehungsweise Fälle von Hautkrebs in der Familie
  • Geschwächtes Immunsystem – etwa aufgrund von Erkrankungen wie HIV oder Medikamenten, wie sie nach einer Organtransplantation gegeben werden
  • Kontakt mit krebsfördernden Stoffen wie Teer (in Zigarettenrauch) oder Arsen
  • Chronische Hautentzündungen wie beim „offenen“ Bein
  • Seltene Erbkrankheiten wie Xeroderma pigmentosum

Bekannte Symptome

  • Wo ein bösartiger Hauttumor bevorzugt entsteht und wie er aussieht, hängt von der Hautkrebsform ab.
  • Schwarzer Hautkrebs kann überall am Körper entstehen – wie oben erwähnt auch an Stellen, die kaum je Sonnenlicht abbekommen. So entwickeln sich manche Melanome auf der behaarten Kopfhaut, unter den Finger- oder Fussnägeln oder an den Schleimhäuten im Genitalbereich. Typischerweise zeigt sich ein Melanom als dunkler oder schwarzer Fleck. Dieser kann flach, erhaben oder knotig sein. Wie erkenne ich Hautkrebs?
  • Manchmal entwickelt sich schwarzer Hautkrebs neu auf der Haut. In anderen Fällen geht er aus bestehenden Pigmentflecken (Muttermalen, Leberflecken) hervor. Bei der Unterscheidung zwischen gesundem Pigmentmal und schwarzem Hautkrebs hilft die ABCD-Regel:
  • Asymmetrie: Ein Melanom ist meist unregelmässig geformt.
  • Begrenzung: Ein Melanom ist unregelmässig begrenzt, hat also einen fransigen, unscharfen oder zackigen Rand.
  • Color (Farbe): Wenn sich ein gesunder Pigmentfleck zu einem Melanom entwickelt, verändert sich meist die Färbung. Typisch ist dann eine dunkle, ungleichmäßige (fleckige) Färbung. Manche Melanome sind aber auch ungewöhnlich gefärbt (zum Beispiel bläulich, weiß oder hautfarben).
  • Dynamik: Ein gesunder Pigmentfleck bleibt mehr oder weniger gleich, während sich ein Melanom in Grösse, Farbe, Form oder Dicke verändert. Die Veränderungen gehen meist langsam vonstatten, weil sich schwarzer Hautkrebs nur langsam (oft über Monate oder Jahre) entwickelt.

Achtung: Nicht immer sind bei schwarzem Hautkrebs alle diese Merkmale erfüllt!

Basalzellkrebs ist eine langsam wachsende Hautkrebsform, die sich bevorzugt an sonnenexponierten Körperstellen entwickelt. Dazu zählen Nase, Stirn, Lippen, Ohren, Handrücken und Glatze. Seltener betroffen sind Rumpf, Arme und Beine. Das erste Anzeichen für ein Basalzellkarzinom ist meist eine Verhärtung der Haut. Daraus kann sich ein glasig-weissliches bis rötliches Knötchen entwickeln, in welchem feine Blutgefässe erkennbar sind. In weiter fortgeschrittenen Stadien kommt es an der betreffenden Stelle zur Bildung von nässenden Geschwüren oder Krusten.

Auch das Spinaliom entsteht hauptsächlich an Stellen, die oft der Sonne ausgesetzt sind wie Nasenrücken, Stirn, Ohren, Unterlippe, Hals, Unterarme, Fuss- und Handrücken. Die langsam wachsende Krebsgeschwulst tritt als Hautknötchen oder –knoten in Erscheinung. Sie verhornt mit der Zeit und bildet eine Kruste. Diese kann aufbrechen und dann nässen oder bluten.

Bei einer verdächtigen Hautveränderung werden wir im Erstgespräch zunächst nähere Informationen zu Ihrer Krankengeschichte einholen (Anamnese). Wir fragen zum Beispiel, wann Ihnen die Hautveränderung zum ersten Mal aufgefallen ist, ob sie sich seither irgendwie verändert hat (Grösse, Farbe) und ob Fälle von Hautkrebs in Ihrer Familie bekannt sind. Informieren Sie uns gegebenenfalls auch über Vorerkrankungen sowie Medikamente, die Sie einnehmen. Danach folgen je nach Einschätzung folgende Untersuchungen:

  • Hautuntersuchung: Wir schauen uns die Haut am ganzen Körper an, einschliesslich aller Pigmentflecken und sonstigen Auffälligkeiten. Besonders sorgfältig begutachten wir die verdächtige Hautveränderung. Dabei hilft uns ein spezielles Mikroskop (Dermatoskop oder Auflichtmikroskop).
  • Gewebeprobe: Zur genaueren Untersuchung können wir eine Gewebeprobe von dieser Stelle entnehmen (unter örtlicher Betäubung). Diese wird im Labor untersucht, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um Hautkrebs (oder eine Vorstufe davon) handelt. Bei kleineren Hautveränderungen kann es auch sein, dass wir sie gleich vollständig ausschneiden und zur Analyse ins Labor schicken.

Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis und lassen Sie sich von Dr. med. Aschwanden beraten und u/o behandeln.

Praxis Dr. med. Aschwanden | Dermatologie & Ästhetik St.Gallen
Tel. 071 222 39 33
E-Mail: praxisdraschwanden@hin.ch
Poststrasse 2, 9000 St.Gallen

Hautkrebs - Vorsorge

Anti-Aging Produkte Eigenblutbehandlung Muttermalkontrolle Dermatologie PRP

Empfohlene Artikel